Als Theatermacherin inszeniere ich künstlerische Theater- und Performanceprojekte mit nicht-professionellen Darsteller_innen in unterschiedlichen Kontexten.

Es ist mir ein Anliegen, bei jedem Projekt die geeigneten Methoden und Ansätze zu wählen, um den Spieler_innen jene Sicherheit zu bieten, die es ihnen ermöglicht, sich auf den Prozess einzulassen und künstlerischen und thematischen Herausforderungen offen zu begegnen.

 

Ich arbeite mit dem Konzept der ästhetischen Bildung in der Theaterpädagogik: durch Theaterspielen können Bildungs- und Lernprozesse auslöst werden, diese ereignen sich aber nicht automatisch und sind keinesfalls im Vorhinein als Ziele festlegbar. Die ästhetische Erfahrung ergibt sich aus der gattungsspezifischen Eigenschaft von Theater, dass Darsteller_innen eine spielerische Wirklichkeit behaupten. Dabei sind Darsteller_in und Figur über den Körper der Darsteller_innen untrennbar miteinander verbunden. Theater ermöglicht die Erfahrung dessen und schafft so ein Bewusstsein für diese Doppelung, die immer auch eine Doppelung von tatsächlich vollzogenen Handlungen auf der Bühne und deren referentieller Bedeutung ist. Diese Einsicht kann, muss aber nicht dazu führen, dass ähnliche Mechanismen auch abseits der Bühne wahrgenommen werden.

 

Meine eigene Erfahrung als Performerin erinnert mich immer wieder daran, wie es sich anfühlt auf der Bühne zu stehen, mit welchen Herausforderungen und mit wieviel Spaß theatrale und performative Prozesse verbunden sind.